21
Feb
12

Premiere

Ratssaal in der Stadt Dortmund und es erhoben sich die Anwesenden zum feierlichen Gelöbnis von den Plätzen und schwupps war ich formal in den Ausschuss als volles Mitglied aufgenommen. Es folgte ein Parforce- Ritt durch die einzelnen Bereiche des Ausschusses. Fast schon trivial war die Arbeit im Ausschuss und doch umfasste die wichtigste Funktion dabei die Kontrolle der Verwaltung und ihrer Arbeit.

Und so stellte sich am Horizont die Frage heraus, was bspw. mit den SeniorenBüros in denen Stadtbezirken geschehen werden, die am kommenden Donnerstag auf Betreiben der Grünen Fraktion aufgelöst werden solle. Spannend daran war auch, dass eben diese Fraktion  sich sorgte, dass ihr Handeln im Rat negative Konsequenzen wie die Schließung von Infrastrastruktureinrichtungen nach sich ziehen könne. Dass aber im Zuge der Reduzierung der Stadtbezirke nicht zwangsläufig die Schließung wie Einrichtungen der SeniorenBüros zur Folge hat, ist sicherlich nachvollziehbar. Allerdings wird es niemanden überraschen, dass gerade diese Konsequenz in den kommenden fünf bis zehn Jahren zu beobachten sein wird.

Die Schließung der Stadtbezirke, die in ihrer jetzige Form weder mutig noch konsequent ist, wird die Politik direkt und indirekt noch lange beeinflussen. Die SeniorenBüros in Eving oder Huckarde werden dabei nur die Symptome anzeigen.

 

20
Feb
12

6 Wochen Saufraum – Café Berta in der Startphase

Es war wohl so etwas wie eine Bürgerversammlung, als sich die Nordstadt- Familie zum NordmarktPlus  traf und dem Input der Café Berta Betreiber lauschten. Dieser begab sich denn auch sogleich auf das dünne Eis. Die Vorurteile wie auch die Erwartungen sind ebenso groß wie mannigfaltig. Café Berta will diesen entgegentreten und deutlich machen, wie die ersten sechs Wochen verlaufen sind.

So erfahren die 30 Zuhörer, dass innerhalb in dieser Zeit bereits 1.500 Menschen – „wir nennen sie Klienten“ – begrüßt worden sind, die blutjunge Sozialarbeiterin ihre Arbeit aufgenommen hat, es bisher keine Beschwerden über den Beschwerdebriefkasten, dem Ordnungsamt oder über andere Kommunikationswege gab und schließlich nur ein Polizeieinsatz notwendig gewesen sei.

Überraschend offen war das Statement und die anschließenden Antworten – leider auch überraschend erschreckend.

1.500 „Klienten“ besuchten das Café Berta in den vergangenen Wochen. Davon seien aber nur 15% Frauen gewesen. Ebenso sei die Zahl in dem Sinne zu verstehen, dass es eine Einteilung des Öffnungstages gebe und es dadurch zu Doppellungen kommt, wenn der „Klient“ nur temporär im Café war und zu einer anderen Zeit wiedergekommen sei. Voll sei das Café vor allem ab 15:30, wenn mehr als 5-7 Personen dort anwesend seien. Dies zeugt davon, dass die 5 minus 1 Bürgerarbeiter bereits ihren Einsatz aufgenommen haben, deren Überzeugungswirkung nicht gerade das Ziel erreicht, die Alkoholiker-Quote u.a. auf dem Nordmarkt deutlich zu senken. Zumal der wetterbedingte Einfluss berücksichtigt werden muss. Was passiert, wenn keine winterlichen Temperaturen herrschen oder das Nasskalte dem Frühlingshafte weicht?

Bei dem Polizeieinsatz ginge es nicht um Angelegenheiten des Cafés, da dieses bereits geschlossen hatte. Dennoch habe man sich darum bemüht, die Polizei zu informieren, da die betroffenen Personen aus dem Café gekommen seien, als dieses geschlossen wurde. „Unsere Verantwortung endet eben nicht nach Ende der Öffnungszeit“, wurde denn auch stolz verkündet und lässt doch den faden Beigeschmack zurück, dass es eben wohl zu Problemen im Umfeld zu kommen scheint, welche die Wohnqualität der Menschen vor Ort nicht verbessert. Dies wird zudem dadurch bestätigt, dass neben diesem einen Polizeieinsatz weitere 2 eintägige Hausverbote erteilt werden mussten.

Dass der Beschwerdebriefkasten noch keine Beschwerde aus dem Umfeld erhalten haben, ist offenkundig ein gutes Zeichen. Doch stellte sich auch an dieser Stelle heraus, dass der Beschwerdebriefkasten nicht als solcher gekennzeichnet sei. Stattdessen ähnele er einem klassischen Briefkasten, welcher er aber nicht sei, denn „dazu haben wir einen zweiten Kasten an der Tür hängen“.

Bleibt schließlich die Sozialarbeiterin, die der versammelten Nordstadtfamilie versicherte, zahlreiche Aufgaben zu übernehmen. Ihr Tätigkeitsfeld umfasse dabei sowohl die Hilfe zur Einstufung in die Pflegestufe 1 als auch eine Art Kontrolle von Bescheiden der Arbeitsagentur, Behördentelefonate und die Schnittstelle zu Suchtberatungen. Ein echtes Allround- Talent also. Auf die Frage jedoch, welche Altersstruktur denn so ihre Beratungen in Anspruch nehme, stellte sich dem erstaunten Publikum heraus, dass „die meisten, also die allermeisten über 18 seien; deutlich über 18; denn unter 18 dürfe schließlich niemand in das Café Berta“.

Sechs Wochen sind bekanntlich keine 100 Tage und der Projektzeitraum, der vor allem als Modellversuch durch den Rechtsdezernenten betrachtet wird, beträgt eben 2 Jahre. Alles muss sich einspielen. So soll an dieser Stelle nicht der Stab über ein Projekt gebrochen werden, welches noch immer in der Startphase steckt. In den kommenden Tagen werde ich denn auch dort vorbeigehen und mir den Laden von innen anschauen – unangekündigt und mit einem kritischen Blick.

25
Jan
12

Angstraum Dortmunder CDU

Wird ein CDU Mitglied nach den Kernkompetenzen der Partei gefragt, so wird sicherlich “Wirtschaftspolitik” geantwortet, wenn die Bundesebene im Fokus steht. An die kommunale Ebene denkend steht das berühmte und nicht selten berüchtigte SOS (“Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit”) an vorderster Stelle. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Dortmunder Ratsfraktion auf der Suche nach Themen “Angsträume” auf ihr Schild gehoben haben.

Neben all dem Ratswahlwiederholungs- Vollkaskorechtsschutzversicherungstheater in den vergangenen Stunden und Tagen kann man die CDU nur beglückwünschen, dass sie wieder über Themen diskutiert will. Die Probleme der Stadt liegen nicht in einer Ratswiederholungswahl sondern, ganz recht liebe CDU, in der Frage, wie wir Zusammenleben wollen.

Angsträume sind dabei eines der dominierenden Probleme in einer wachsenden und pulsierenden Großstadt wie Dortmund, wenn es darum geht, wie Wohl sich die Menschen in Dortmund fühlen. Der Weg nach Hause, der Weg zur Arbeit oder einfach nur zum Kiosk um die Ecke kann schnell zu einem negativ belastetet Erlebnis werden, wenn dunkle Ecken, schummerige Unterführungen oder Brücken zu queren sind.

Löblich also, dass die CDU sich dieser Räume annehmen wird. Überraschend, dass sie diese zunächst identifizieren muss.

Einfältig und eindimensional ist aber der Lösungsvorschlag. Ordnungskräfte an jene Orte zu schicken, die dunkel und/oder schlecht einsehbar sind oder aber an denen sich Menschen aufhalten, die nicht den Kleidungsidealen des konservativen Bürgertums entsprechen, wird keinem Nutzen. Die Angsträume bleiben dunkel, Unterführungen bleiben schummerig und schlecht einsehbar und Brücken beängstigend eng. Wohin die Menschen mit den schwarzen Kutten vertrieben werden sollen, wird auch nicht ersichtlich.

Nein, der verstärkte Einsatz der uniformierten Staatsmacht wird keine Lösung oder Verringerung der Angsträume schaffen. Stattdessen müssen eben diese Orte individuell bearbeitet werden. Dort, wo es dunkel ist, muss es hell werden. Dort wo in Parks Nischen geschaffen worden sind, die zum Dealen mit geschmuggelten Zigaretten einladen, müssen die Sträucher gestutzt werden und dort wo Jugendliche alkoholisiert pöbeln muss das angebotene Freizeitprogramm kritisch nach seiner Anschlussfähigkeit hinterfragt werden.

Wer also Angsträume beheben will, der muss dort ansetzen, wo sie entstehen, und darf nicht dem Glauben verfallen, dass Ordnungsamtskräfte eine Vorgartenidylle herbeizaubern können.

05
Dez
11

Gabriel und die Kommunen

Eine lebendige, eine rethorisch starke Rede konnten die Parteitagsdelegierten, Gäste, Presse und alle Zuhörenden erwarten. Sie wurden nicht enttäuscht. Launisch, kämpferisch und mit einer gewissen Prise Selbstkritik garniert, lieferte Gabriel das ab, was wohl auch erwartet worden ist.

Ein Schwerpunkt dabei waren die Kommunen.

Wer die Kommunen als unverzichtbares Element der Gesellschaft identifiziert, hat eine wesentliche Erkenntnis errungen. Wer die Sozialdemokratie als DIE  wesentliche kommunale Partei in Deutschland beschreibt, der hat verstanden, dass Gleichberechtigung, Solidarität und Freiheit der Menschen in der Entwicklung der Kommunen liegt.

Es ist also wichtig, dass die SPD auch weiterhin in den Kommunen stark verankert bleibt, um die Gesellschaft dort gestalten zu können. Es ist also wichtig, dass die SPD die Entwicklung der Kommunen vorantreibt, um den Zusammenhalt der Gesellschaft sichern zu können und die moderne Gesellschaft eine solidarische ist.

Demgegenüber stehen jedoch die zunehmend neuen Aufgaben der Kommunen und die zahlreichen externen Einflüsse wie sie mit dem Schlagwort Strukturwandel all zu häufig umschrieben werden. Die finanzielle Grundlage insbesondere der Großstädte in Deutschland ächzen unter den wachsenden finanziellen Belastungen und den schwankenden finanziellen Einnahmen.

Das Bekenntnis zu den Kommunen und den kommunalpolitischen Sozialdemokraten ist daher sicher lobenswert. Wichtiger wäre jedoch, die Bekenntnisse endlich in handfeste Politik zu gießen. Temporäre Finanzierungsübernahmen von Instrumenten und Maßnahmen wie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der Herstellung von Chancengleichheit sind Wohltaten für die Legislaturperiode. Mit dem Ende der Finanzierungszusagen sind die Scheinwerfer aus, die MdBs wiedergewählt, die Nachrichtenlage weiter gezogen. Die Menschen in den Städten haben die sozialdemokratischen Errungenschaften schätzen gelernt und ein Rückbau von KiTas oder schulischer Ganztagsbetreuung ist in einer modernen Gesellschaft nicht mehr vorstellbar.

Die Kommunen scheinen aber gerade das letzte Glied in einer langen Kette der haushaltspolitischen klammen Kassen. Der Bund muss sparen, die Länder müssen sparen und nicht selten werden diese Einsparungen auf Kosten der Kommunen gemacht. Härtestes Beispiel ist insbesondere die Streichung der Förderungen im Bereich der Stadtentwicklung und der Sozialen Stadt. Das ist Raubbau an der Kommune zur Erfüllung der Schuldenbremse.

Es steht zu befürchten, dass die Bundesländer ähnlich verfahren (müssen). Ebenfalls gehen Steuersenkungen insbesondere bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer zu Lasten der Kommunen.

Es ist also höchste Zeit, die kommunalen Finanzen neu und ehrlich zu ordnen. Krisenfest und die neuen Aufgaben berücksichtigend müssen die Maßstäbe sein, die bei einer Neuausrichtung von Bedeutung sind. Außerdem ist es an der Zeit, den Soli nicht mehr nach geographischen Richtungen zu verteilen, sondern insbesondere jenen Kommnuen zu helfen, die den Strukturwandel und die damit verbundenen gesellschaftlichen Verwerfungen organisieren und überwinden müssen.

Sigmar Gabriel und sein neu gewählter Vorstand muss dieses Eisen anpacken, wenn er und die SPD sich weiter auf auf die kommunalpolitische Stärke verlassen will.

Die Rede von Gabriel nachlesen? Wirklich? Dort: spd.de

12
Okt
11

Die Thier- Galerie? Ein echter Glücksfall für Dortmund

Endlich ist es soweit. Mit dem Auto in die Innenstadt, im Parkhaus parken und mit dem Fahrstuhl direkt in den Tempel einfahren. Warum hat eine solche Erfindung so lange auf sich warten lassen? Seit Jahrzehnten war die Shoppinglaune vom Wetter abhängig. Die Jahreszeiten bestimmten das Geschehen. Nun aber ist Abhilfe geschaffen: Die Thier- Galerie ist da. Niemand muss mehr durch Schnee stapfen, um sich neue High- Heels kaufen zu müssen oder bei 35 Grad im Schatten auf der Suche nach einem Regenponcho zu scheitern. Selbst der Verköstigungsgelegenheit für den belohnenden latte macchiato im Starbucks ist direkt integriert. Trendsetter setzen natürlich auf den Bubble Tea – ebenso wie man sich heute auch in eine Schlange anstellt, um in einen Laden hineinzukommen, anstatt erst vor der Kasse Schlange zu stehen.
Ein echter Glücksfall für Dortmund also!
Die Menschen strömen in Scharen in die Thier Galerie, die Fußgängerströme scheinen sich schon nach wenigen Tagen in den westlichen Teil der Hellwegeinkaufspassage zu verlagern und endlich kann in Geschäften wie Buttlers, NANU NANA oder Lütgenau wieder entspannt eingekauft werden. Dort ist der Hellweg ist endlich wieder begehbar. Er lädt fast zum Flanieren ein. Der Platz und Raum für einen Einkaufsbummel ist wieder da. Die Schaufenster sind wieder zu sehen und die Schlangen an den Kassen sind auch kürzer geworden. Einlassbeschränkungen braucht da offensichtlich niemand (mehr).
Ein echter Glücksfall für Dortmund also!
33.000m² echtes Shoppingparadies scheinen das Angebot in der Dortmunder Innenstadt gänzlich abzurunden. Knapp 40% der Geschäfte in der Thier- Galerie gab es vorher nicht in Dortmund. Alte Platzhirsche wie Voswinkel haben Platz für neue Geschäfte gemacht, als sie sich entschlossen, in die Shopping- Mall einzuziehen. Allein die Architektur gibt den Dortmundern etwas, wonach sie sich so sehr sehnen: Dortmund eine Stadt mit Historie jenseits von Kohle, Stahl und Bier. Die fast schon berlinerisch/preußisch anmutende Fassade erscheint wie eine Insel, eine Oase, eine Weißsagung gar zwischen all den Gebäuden aus dem Wiederaufbau und der Wirtschaftswunderzeit. Dortmund ist wieder wer. Schaut her, liebe Weitgereisten, schaut her liebe Tanten und Onkels aus München, Hamburg, Leipzig und Berlin: Wir haben ebenfalls wertvollen Baubesatz. Diesen zu feiern können wir gleich das Schöne mit dem Schöneren verbinden: Shopping bei konstantem, idealem Shopping- Klima mit den besten Geschäften und den exklusivsten Angeboten der ganzen Stadt – ja des ganzen Ruhrgebietes.
Ein echter Glücksfall für Dortmund also!
Und Kritik? Sicherlich kann die Gefahr bestehen, dass andere Geschäfte existenzgefährdende Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Aber sie müssen sich anpassen. Außerdem muss sich eine Stadt doch verändern; mit der Zeit gehen sozusagen. Warum also nicht jenseits der Kleppingstraße ein Quartier schaffen, welches sich durch Wasserläufe, Bäume und Begrünung auszeichnet? Warum nicht, den Geschäftsbesatz dahingehend ändern, dass mehr kleine Fachgeschäfte, Boutiquen oder Spezialisten ihren Weg finden?
Das Bild der Dortmunder Innenstadt wird sich verändern. Eine kluge Stadtplanung, eine kluge Politik wird vorausschauend agieren und frühzeitig Maßnahmen entwickeln, welche den Ostenhellweg ein unverkennbares Gesicht geben werden.
Die Thier- Galerie? Ein echter Glücksfall für Dortmund also!
veröffentlicht: Roter Faden Dortmund
06
Okt
11

Der Straßenstrich wurde geschlossen – und nun?

Im Mai wurde der Dortmunder Straßenstrich geschlossen; eine hitzige und emotionale Debatte mit zahlreichen Verletzungen, Verwunderungen und Verzweiflung wurde zuvor geführt. Vom Kippen der Nordstadt war die Rede. Von einer Überfremdung war an den Ampeln zu hören. Nicht selten wurde das Problem wahlweise auf die EU, die für die Reisefreiheit verantwortlich sei, oder die Roma und Sinti, deren Lebensstil sich einfach nicht der Zivilisation anpassen könne, abgeschoben. Dass beide Begründungen deplatziert und letztere vor allem ein Relikt aus der alten, längst überwunden- geglaubten Ideologie der Nazis stammte, wurde nicht immer deutlich. Tragisch war das „Nicht- Handeln“ der Dortmunder Verwaltung, die lange Zeit dem Treiben und den Entwicklungen zuzuschauen schien.

Nun ist der Straßenstrich geschlossen. Jener Ort, der als Magnet für den starken Zuzug von Rumänen und Bulgaren angeführt worden ist. Zeit, noch einmal in die Nordstadt zu schauen. Was hat sich verändert? Was ist geschehen? Eine enorme Präsenz an Ordnungshütern, neudeutsch Task- Force, bestehend aus u.a. Ordnungsamt und Polizeikräften, ging mit der Schließung einher. Sie übernahmen das Zepter und – so schien es – wollten die Ordnung wieder herstellen. Alltäglich traf man in den ersten Wochen Razzien und Personenkontrollen in der Nordstadt auf. Ganze Parkstreifen wurden für Einsatzfahrzeuge gesperrt. Selbstzufrieden wurden die Gespräche an der Ampel geführt, die politischen Gremien freuten sich über Sicherheit und Ordnung und berieten sich, wie Sauberkeit hergestellt werden könnte. Das Sicherheitsempfinden schien zu steigen, die visuelle Belästigung durch Straßenstrichprostituierten sank ebenso wie der Freier- Such- Verkehr. Heute, im Oktober lässt sich feststellen, dass anscheinend von ehemals mehreren hundert Straßenstrichprostituierten ausschließlich etwa 30 übrig geblieben sind. Diese stehen jetzt im Wohngebiet.

Ein Erfolg aber wohl dennoch. Auch eine Belastung von umliegenden Städten und Kommunen ist momentan nicht festzustellen. Ein Erfolg, der so groß ist, dass nun die Task- Force ihren Einsatz bis zum Jahresende verlängert hat, um den Erfolg auch nachhaltig festigen zu können. Dies wird auch notwendig sein. Denn weder ist das Zusammenleben in der Nordstadt mit diversen Kulturen immer konfliktfrei noch sollte dem Irrglauben verfallen werden, eine Rückkehr des Straßenstrichs und der damit einhergehenden Begleiterscheinungen sei ausgeschlossen.

Wer aber nun der Überzeugung ist, die Probleme in der Nordstadt mit Ordnungskräften lösen zu können, der irrt ebenfalls. Rechtliche Ordnung ist das Fundament, auf dem die Gesellschaft dort aufbauen kann; sie ist Basis und Notwendigkeit zugleich. Darüberhinaus aber müssen weitergehende Ideen entwickelt, ausprobiert und wieder verworfen werden, um den Stadtteil in seiner Funktion als Integrationsmaschine zu stärken. Denn das zeichnet ihn aus und macht ihn interessanter als andere Orte im Ruhrgebiet.

13
Aug
11

Ein U-Boot-Christ taucht auf.

Zugegeben, ein vorzeige Christ war ich nie; werde ich auch wohl nie sein. Dafür bin ich zu politisch. Aber nach mehr als 5 Jahren in Dortmund zog es mich dann doch wieder in die Messe. Ein kurzer, innerlicher Disput entstand. Sonntags um 10? Samstags um 18:00? Die Entscheidung war gefallen. Am darauf folgenden Samstag ging es in die Sankt Gertrudis Kirche. Weiß verputzt von außen; funktionaler Baustil; für eine Kirche verhältnismäßig jung. Ich kenne den Bau seit einigen Jahren und war doch nie drinnen. Vielleicht, weil ich in meiner Schulzeit in jede Kirche rennen musste, die es auf jedem Wandertag zu passieren gab. Vielleicht auch, weil die Kirchen in Dortmund allzu oft nur offen sind, wenn in ihnen eine Messe, Veranstaltung oder ähnliches stattfand. St. Gertrudis also war eine katholische Landmarke in einer protestantischen Dortmunder – nein eher muslimischen Nordstädtischen Gesellschaft.
Ich suchte also mein Gotteslob heraus und machte mich auf den Weg. Von weitem waren die Glocken zu hören. Zumindest die ersten Schritte. Etwa 15 Minuten vor Messebeginn, ich war gerade knapp 100m unterwegs, hörten sie plötzlich auf. Gottes stetige Einladung hört einfach auf. Hektisch schaute ich auf die Uhr. Zu spät war ich nicht. Dauerte das Läuten nicht bis kurz vor dem Beginn der Messe? Wollte Gott meinen Entschluss testen? Ich ließ mich also nicht von meinem Wege abbringen! Stattdessen beschleunigte ich meinen Schritt und kam nach weiteren 400m an der St Gertrudis an.
Ein Lämpchen durch ein Fenster leuchtete. Die Messe schien stattzufinden. Ich versuchte hineinzukommen. Bei der 5ten Tür klappte es. Die sechste war auch auf; Flügeltüren. Was ein Glück. Ich war pünktlich und habe die Hürde des Hineinkommens mit Applaus bewältigt. Ich verließ das Foyer und betrat das Kirchenschiff. Leer. Also fast. Möbel und Bilder waren schon da. Menschen eher nicht. 12 zählte ich. Und da geschah es. Es stand mir und meinem Schritt im Weg. Plötzlich war es einfach da. In der Mitte des Ganges: Jenes Becken mit jenem Wasser, mit welchem sich die Kirchgänger bekreuzigen, wenn sie eine Kirche betreten. 24 Augen schauten mich an. Ein Glück, es war massiv; zumindest massiv verankert und wackelte nicht. Es war keine Schale voll Wasser. Es war ein Brunnen. Mulde, Stein drauf, Wasser aus dem Stein kommend. Modern.
Aber seit wann werden solche elementare Bestandteile plötzlich als Zimmerbrunnen aufgebaut? Dann auch noch mitten im Wege? Ich war irritiert, traute mich nicht, die Bekreuzigung durchzuführen. Schon wieder böse Blicke. Der Küster ordnete die roten Gotteslob Bücher und ließ mich offensichtlich nicht aus den Augen. Ich suchte mir eine Bank (aus). Im hinteren Teil des zweiten Drittels. Ich hatte die Hoffnung, dass weitere Kirchgänger kommen würden und sich vor mir hinsetzen würden. Da war es wieder. Dieses Missverständnis. Es kamen weitere Menschen; sie setzten sich jedoch in meinem Rücken. Also direkt hinter mich. Ich saß quasi in der 10ten Reihe und doch direkt vor dem Altar.
Welch ein Luxus. Freie Platzwahl, freier Blick und keine Enge. Aber es half mir nicht. Ganz rechts außen, in meinem Augenwinkel saßen drei weitere Menschen. Sie sollten mein Anker sein. Eine von diesen dreien war auch noch mobil. Sie sollte mir helfen, wenn ich es wieder durcheinander bringen sollte: Stehen, Sitzen, Stehen, Stehen, Knien, Stehen, Stehen, Knien, Sitzen? Ach ich habe es nie drauf gehabt. Bis heute war es auch nicht notwendig. Die Kirchengemeinden im Osnabrücker und Emsland wussten immer vorauseilend, was zu tun war. Ich brauchte mich also nur zu orientieren. Jetzt fühlte ich mich jedoch beobachtet. Die Altarbelegung vor mir ließ mich nicht aus den Augen (ich war auch wohl der jüngste) und das atmende Pärchen räusperte immerzu in meinen Nacken.
Nun gut. Ich wollte wieder in die Messe und durch die zahlreichen Kommunions- und Firmunterrichtsstunden musste schließlich irgendetwas hängen geblieben sein. Intuitiv ging ich die Sache an. Ich kannte das erste Lied und freute mich, der Melodie folgen zu können. Das Ehepaar in meinem Rücken sang spontan auch so laut, dass ich gar meine Stimme an ihrem Gesang anlehnen konnte. Der Start ist geglückt. Nun konnte es weitergehen. Doch nach zahlreichem Singsang – ich behaupte die Diözese Osnabrück ließ deutlich weniger singen – begann ich zu stolpern. Der Pastor erwartete auf so manchen Ausspruch eine Reaktion der Gemeinde. Ich tat, was ich erlernt hatte. Doch entweder fehlte mir grundsätzlich ein Wort, was nur das Paar in meinem Rücken auffiel, die daraufhin kommentierten, dass ich bald einschlafen würde (!), oder ich ein Wort zu viel sprach, was wiederum der versammelten Gemeinde auffiel. Das zog sich so denn auch durch die komplette Messe; von meinem großartigen Gesang ganz zu schweigen.
So siezte ich, als ich hätte duzen müssen. Ich verweigerte einen Knick, als ich hätte Knicksen müssen. Ich setzte mich, als ich mich hätte knien müssen. Ich sang die erste Strophe, als es die dritte zu singen galt. Ja und vollkommen aus der Fassung geriet ich, als der Pastor vorne am Ende seiner Fürbitten für die Diakone und angestellten der Gemeinde und Kämpfer für den katholischen Glauben seiner Gemeinde einen schönen Samstagabend, einen ruhigen Sonntag und eine gute Woche wünschte. Zu allem Überfluss antworte der Mann des Ehepaares hinter mir lautstark mit echter Ruhrpottbetonung „Danke, gleichfalls“. Mein Mund schwieg, mein Körper jedoch reagierte: ich hob die Hand und machte eine stumme, zustimmende Bewegung.
Dann war es vorbei. Ich verließ die Kirche mit einem Knicks zu viel, fingerte in dem Zimmerbunnen und bekreuzigte mich ein letztes Mal und stand vor der Kirche.

In diesem Sinne: Friede sei mit Ihnen!

13
Aug
10

Ich geh dann mal Laufen I Woche Eins

6ter 8te 20zehn: Lauf eins

Es war soweit. Der Wecker schrillte nicht. Vollkommen nervös erwachte ich um 8vierundvierzig. Eigentlich sollte der Tag nicht vor 11zwanzig beginnen. Keine Chance mehr auf weiterschlafen. Aufstehen. Richtig, ich wollte Laufen gehen. Wo sind meine Schuhe? Hose? Kappe? Alles da. Kappe fehlt. Nach 20Minuten suchen gebe ich es auf. Anonymität wird auch überbewertet.

Handy ran, Ohrstöpsel rein, Timer stellen. Los gehts. Geradeaus, dann rechts, dann über die Straße, in den Park – und nun? verdammt. Ich habe keinen Plan, wo ich lang laufen soll. Kreativlos einfach geradeaus. Irgendwann rechts, noch einmal rechts, dann wieder rechts. Irgendwie den Kreis schaffen. Immer an die 2Minuten Taktung halten. Nach Hause zurückkehren. Ausschwitzen. Auf den Muskelkater warten.

8ter 8te 20zehn: Lauf zwei

Enttäuschung macht sich breit. Ich habe keinen Muskelkater. Nicht einmal das Gefühl der Erschöpfung hat sich breit gemacht. Es ist Sonntag 8achtundfünfzig. Ich kann schon wieder nicht eigenständig ausschlafen. Also aufstehen, Laufsachen anziehen, Handy suchen. Verdammt Akku leer. Kein Handy, keine Musik, kein Timer. Also erst Badezimmer putzen, dann Laufen gehen. Es ist trocken. Eine Überraschung für den Tag. An den Fahrradtouristen vorbei, die in der Kneipe eingefallen sind. Wie kann man um 10uhr schon klatschnass sein und in eine Kneipe gehen?

Ich schlage den gleichen Weg ein. 2Minuten laufen, 2Minuten gehen. Kaum ein Mensch ist unterwegs. Nichts passiert. Ich kehre zurück. Es zwickt in der Wade. Rechts außen schlimmer als links außen. Endlich – Schmerzen. Das Scheitern beginnt. Nun kommt bestimmt auch der Muskelkater, das Wetter und mangelnde Motivation.

10ter 8te 20zehn: Lauf drei

Keine Schmerzen. Kein Muskelkater. Das Wetter stabil. Ich laufe los. Routine macht sich breit. Wieder rechts, dann in den Park, gerade aus, rechts abbiegen, dann rechts in den Waldweg und so. 2Minuten laufen, 2 Minuten gehen. Beim Laufen auf die Strecke achten. Beim Gehen den Puls kontrollieren. Immer wieder den Schnecken ausweichen. Es klappt nicht. 5 werde ich wohl erwischt haben. Das Ziehen in der Wade wird intensiver. In den letzten 2Laufminuten ist es gar intensiv. Ich bilde mir ein, eine Ausbeulung an der Wade zu erkennen. Meine Schritte werden kleiner, der Timer erlöst mich.

Nach Hause, Wade streicheln und Duschen gehen.

Fazit:

Ich habe tatsächlich meinen Trainingsplan eingehalten. Habe mich nicht abhalten lassen. Ich bin nicht vollkommen zusammengebrochen und demotiviert. Der nächste Lauf wird dann 3Minuten laufen, 2Minuten gehen. Eine geringfügige Steigerung. Oder bin ich schon fitter geworden? Schon erste Trainingserfolge? Ich werde sehen, wie die zweite Woche verlaufen wird.

In diesem Sinne

Glück Lauf.

Hier die Chronologie:

ich geh dann mal laufen i prolog>
ich geh dann mal laufen i woche ein

06
Aug
10

Ich geh dann mal Laufen I Prolog

“Jeden Tag”, antwortete mir mein Gegenüber auf die spöttische Frage, wie häufig die Strecke in Angriff genommen wird. Er würde jeden Tag seine Runden im Park drehen. Für ihn sei der Park auch nicht zum Chillen da, sondern um dort seinen “Auslauf” zu bekommen. Ich schaute skeptisch und wahrscheinlich abwertend. Er hatte “Auslauf” gesagt. Wie ein Haustier schien er sich zu definieren.
Ein Läufer war ich nie. Joggen, Walken, Rennen, etc. wirkten auf mich eher wie eine kostenlose Slap- Stick Vorstellung der Menschen von nebenan. “Amateur- Pornographie für Freizeitsport” wenn man so will. Menschen, die sich plötzlich überlegen, dass sie ja einfach mal ein bisschen “Rennen” könnten. Der Bewegungsablauf ähnelt dabei aber nicht selten dem eines stockenden Dieselmotors, die Gesichtsfarbe nicht selten eines überhitzten Heizkessel und die Sportkleidung dem Schlafanzug. Alternativ gibt es natürlich jene, die sich von Kopf bis Fuß mit Themorkleidung ausstatten und den Eindruck machten, sie wollten den Marathon gewinnen. Dazu eine möglichst grimmige Mimik und perfekt ist der Klischeeläufer in meiner Vorstellung und meiner Beobachtung.
Das Joggen ist eine Bewegung geworden. Diverse Gruppen und Gruppierungen, Freunde, Nachbarn, Kollegen nehmen für sich in Anspruch “gerne” Laufen zu gehen. Mindestens 3km, aber eigentlich sind 10 das Ziel – und der Durchschnitt; mindestens einmal die Woche. Ich traue den meisten Aussagen nicht über den Weg, amüsiere mich redlich über all die Erlebnisse und erfreue mich der Anblicke der Freizeitsportler!

Doch nun, nachdem ich das Geschehen 10 Jahre beobachtet habe, will ich wissen, was dran ist. Was empfinden Menschen dabei, wenn sie ihren “Auslauf” im Park suchen? Warum machen sie es immer wieder? Stimmt diese wunderbare These, dass jeder das Laufen innerhalb kurzer Zeit “erlernen” kann, Fortschritte aufzuweisen hat und “süchtig” danach wird?

Ich stelle mich in den kommenden Wochen einem Selbtsversuch: Ich werde Laufen gehen. Ohne Trainer, ohne Pulsuhr, ohne Laufpartner. Dafür in einem Park, mit einer Stoppuhr und einer online-Plattform, an deren Trainingsplan ich mich zu halten versuche. Ich will wissen, ob ich auch laufen kann, ob dies irgendwelche Auswirkungen auf mein Gewicht und meine Ernährung hat. Ich will wissen, ob ich ebenfalls die gleichen Phrasen entwickeln werde, die ich zu genüge schon von anderen “Läufern” höre. Ich will wissen, ob ich das Laufen für mich als “Freizeitsport” entdecken kann.

In den kommenden Wochen werde ich hier also Zeugnis über meinen Fortschritt ablegen oder mein Scheitern dokumentieren. Wenn ich mein Trainingsziel erreichen sollte, dann habe ich 10 Wochen Training hinter mir und kann dreimal in einer Woche 30 Minuten Laufen gehen. Dann ist Herbst und es wird sich lohnen in Thermokleidung zu investieren.

Ich werde hier nach jeder abgeschlossenen Woche einen Beitrag veröffentlichen, der Stellung beziehen wird. Heute war Tag 1!

In diesem Sinne: Glück Lauf!

Hier die Chronologie:
ich geh dann mal laufen i prolog>
ich geh dann mal laufen i woche ein

03
Aug
10

ein offener brief an die zeugen jehovas

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich außerordentlich über Ihre Einladung zu dem Kongress „Wie kommt man Gott näher?“ vom 21.07. bis 25.07.2010 im Dortmunder Signal Iduna Park.

Ihrer Organisation, die alltäglich mit dem Vorwurf eine Sekte zu sein leben muss, tut einen großartigen Schritt, ihre Veranstaltungen in den Tempeln des Fußballs abzuhalten. Wo sonst liegt Glück und Schicksal, Pech und Verzweiflung, Ohnmacht und Geniestreich so nahe bei einander? An keinem Ort der Welt wird der Boden so intensiv von Schweiß und Tränen getränkt wie in den Stadien. Die Opferbereitschaft, die Selbstgeißelung und die musikalischen Höhepunkte dieser Gläubigen sind für Sie sicherlich ein anzustrebendes Ziel. Vielleicht sehen Sie sogar eine enge Bande oder gar religiöse Verwandtschaft.

Den göttlichen Beistand für die kommende Saison zu erbitten, werden in den kommenden Tagen zunehmend mehr Menschen auf sich nehmen. Viele Fans, ob jene in Leipzig, Braunschweig, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart oder Nürnberg werden Ihnen sicherlich dankbar sein, dass Sie sich bereit erklären, die Tempel des Fußballs zu segnen!

Darüber hinaus stelle ich hocherfreut fest, dass Sie Ihren Mitgliedern und Pilgern sowie den Fans in den jeweiligen Stadien auch moderne und aufklärerische Inhalte mit an die Hand geben wollen. Wesentliche Fragen, wie Jehova die Familie festigen könne, müssen auch all wöchentlich am Mittagstisch der Familien der Fans diskutiert werden. Nur eine innere Überzeugung und das Wissen, dass der Fußball die Familienstruktur festigen kann, kann diese Opferbereitschaft von den Anhängern ermöglichen. Insbesondere freue ich mich, wie sie aufzeigen wollen, wie Jehova bei der Lösung von Alltagsproblemen behilflich ist. Auch hier lässt sich sicherlich eine enge Bande zwischen den Anhängern des Fußballs und ihrer Fangemeinschaft herstellen und großartige Weisheiten („Die Welt ist rund.“, „Eine Messe dauert 90 Minuten“, „Haste Sünde am Fuß, haste Sünde am Fuß“) austauschen und praktisch anwenden.

Aus diesen und zahlreichen weiteren Gründen nehme ich Ihre Einladung gerne an. Leider kann meine Teilnahme an diesem Event nicht ebenso kostenlos sein, wie das Ihrige. Ich denke, sie können dies ohne weiteres nachvollziehen! Daher gilt die folgende Preistabelle:

1 Tag: 500€
2 Tage: 1.000€
3 Tage: 1.250€.

Hinzu kommen noch die Verpflegungskosten, die pauschal mit 500€ abgegolten werden können, die Fahrtkosten sowie die Übernachtungskosten im Steigenberger Hotel Dortmund. Ich kann Ihnen gerne eine klassische Rechnung stellen, so dass Sie diese steuerlich absetzen können!
Voll Vorfreude auf den anstehenden Event verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Ihr

Platzebo




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